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Tingvall Trio: Cirklar

Seiner Liebe zur melodischen Seite des Jazz bleibt Martin Tingvall auch auf diesem Album treu. Und so zieht der Schwede Kreise („Cirklar“) der Klangschönheit, lässt mit seinen Mitstreitern Bassist Omar Rodriguez Calvo und Drummer Jürgen Spiegel sein „Karusellen“ durch einen weiten Stilkosmos laufen. Mal sphärisch, mal beschwingt, mal schwermütig, mal schwelgend – stets aber facettenreich. Irgendwie rund und doch im Fluss. Eben wie ein unendlicher Kreislauf betörender Klänge.

Maria Baptist: Poems without Words

Nein, zarte Klangspielereien sind auf diesem Album ihre Sache nicht. Stattdessen setzt Maria Baptist auf Intensität und Rhythmus, groovt entschlossen und packt auch beim Soul zu. Das sorgt für Power, zumal ihr Trio in diesen voll tönenden Gedichten mit Jan von Klewitz durch einen Saxophonisten ergänzt wird, der bei allem edlen Ton zuzupacken weiß. So dass einmal mehr eine ganz persönliche, von dichten Motiven geprägte Note entsteht – jenseits säuselnder Poesiealben.

Abdullah Ibrahim: The Song is my Story

Was schenkt man einem 80-Jährigen zum Jubiläum? Einem, der es vom Ghetto bis in die musikalische Weltspitze geschafft hat. Einem, der von der Klassik über Bebop hin zum Jazz wanderte. Der Duke Ellington beeindruckte und den dieser förderte. Einem, der das Ende der Apartheid vor 20 Jahren mit Musik feierte. Was also kredenzt man ihm – zumal, wenn der sich selbst reich beschenkt? Abdullah Ibrahim: The Song is my Story weiterlesen

Marialy Pacheco: Introducing

Natürlich: Solch ein Album kann nur ein Mann besprechen. Was jetzt rein gar nichts mit dem abgebildeten Cover zu tun hat – auf diesen Gedanken würde nur eine Frau kommen… – sondern allein mit… ähm, tja, also… genau: um einfach mal mit dem Vorurteil aufzuräumen, Männer würden attraktive Jazzmusikerinnen nicht zuletzt ob ihrer außermusikalischen Attribute ganz besonders schätzen. Marialy Pacheco: Introducing weiterlesen